Bangkok: Wat Pho

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Um den 37 Grad etwas zu trotzen und ein paar „kühlere“ Stunden zu erwischen, stehe ich in aller Früh auf. Passt ganz gut, ich bin wegen des Jetlags ziemlich durch den Wind. Ich schnappe mir ein Taxi und fahre zum Pak Klong Talat, Bangkoks Blumenmarkt. Um 6 Uhr tobt hier schon der Bär, unglaublich! Außer dem Duft von Jasmin, den schicken Blumenkreationen, dem Gewusel und den typischen Geräuschen, die so ein Markt mit sich bringt, kann ich nichts besonderes daran finden. Ein Fahrer bringt mich mit seinem TukTuk zum Wat Pho, nun muss auch ich die schmerzliche Erfahrung einer dreisten Abzocke machen, aber das gehört hier anscheinend zur Tagesordnung. Der Wat Pho ist einer der bekanntesten Tempel in Bangkok und befindet sich direkt neben dem Königspalast. Es ist erst kurz nach halb sieben und kaum jemand ist zu sehen. Keine Touristen, nicht einmal die Häuschen, in denen der Eintritt kassiert wird, sind besetzt. Während ich mich genervt umdrehe um die Anlage zu verlassen, sehe ich das Schild mit den Öffnungszeiten, ich bin geschlagene zwei Stunden zu früh! So unvorbereitet bin ich selten losgezogen! Wahrscheinlich liegt es einfach an meiner Euphorie und der Freude darüber, asiatischen Boden unter den Füßen zu haben. Der lange Weg und die TukTuk-Situation scheinen aber doch nicht ganz umsonst gewesen zu sein. Ein älterer Thai beobachtet mich und versucht mir mit Händen und Füßen zu erklären, dass ich trotzdem rein gehen könne, es sei offen. Bevor er mich ein Stückchen hinein begleitet, macht er mit seinem uraltem Samsung Smartphone ein Foto von mir und schenkt mir ein zahnloses Lächeln.  image

Der Weg durch diese prunkvolle, buddhistische Tempelanlage führt vorbei an etlichen, goldenen Buddha- und Drachenstatuen und Chedis. Überall gibt es bunte Verzierungen. Der Duft von frischen Blüten und Räucherkerzen liegt in der Luft. Ich bin alleine und beobachte Mönche in orangefarbenen Gewändern beim beten und Frauen die ihre Stände vorbereiten, um die Touristen mit frischem Obst, Wasser und leckeren Gerichten aus ihren Garküchen zu versorgen. Bewaffnet mit einer „Tüte“ Papaya, setze mich in eine Ecke und sehe dem langsam wachsenden Trubel zu. Obwohl Bangkok nie zu schlafen scheint, ist es still. Ich begrüße alle Thais die mir begegnen mit einem Lächeln, sie freuen sich darüber. Das alles hat was magisches. Nun verstehe ich warum Thailand, das Land des Lächelns ist. image

Um halb neun macht auch der Raum mit dem liegenden Buddha auf. Seit 8 Uhr sitze ich davor und beobachte die Leute! Die Dame neben mir, sitzt seit mehr als 20 Minuten mit geschlossenen Augen in unscheinbar, betender Haltung da, andere Thais gießen den Baum, der vor mir liegt, mit Wasser aus goldenen Schälchen. Um Punkt halb neun stürmen die Touristen in die Anlage. Ich ziehe meine Schuhe aus, statte dem liegenden Buddha einen kurzen Besuch ab und verschwinde mit einem Lächeln im Gesicht. image

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5 Gedanken zu “Bangkok: Wat Pho

  1. sl4lifestyle schreibt:

    Schön, Dein Bericht über Wat Pho. Ich mag Bangkok und bin meistens einmal im Jahr dort, auf meiner Reise durch Asien. Das ist dann manchmal schon ein wenig wie Heimkommen! Noch gute Reise und schöne Woche.
    Sabine

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    • Madlien schreibt:

      Ich weiß, aber pass auf! Ich hab grade nicht so auf dem Schirm ob du noch Studentin bist! Im Februar, also in den Semesterferien gibt es Return-Flüge von HH nach Bangkok für 400€! Das ist n Witz. Und ich bin ja von Kopenhagen One Way nach Bangkok geflogen, mit Norwegian. Es geht auch bezahlbar! Außerdem, in letzter Zeit denke ich mir immer öfter „Scheiß auf´s Geld, man lebt ja einfach nur einmal!“ 🙂

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      • LifeLoveTravel schreibt:

        Oh gott! Dazu fällt mir grade was ein, ich habe eine Freundin, die gerade ein Praktikum bei einer Bloggerin angefangen hat – „liebesbotschaft“, falls du die kennst – und die war für einige Zeit in Kalifornien, um den Umzug zu überbrücken … lies dir diesen Post durch! Ich hab das vorgestern gelesen und war kurz vorm AUSFLIPPEN weil ich einfach nur dachte „JA! SCHEISS DRAUF! LET’S GO TO CALIFORNIA“ – hier: http://liebesbotschaft.blogspot.de/2015/02/good-bye-deutschland.html

        Ich war Studentin, jetzt Auszubildende (lange Geschichte) … Hamburg ist nur leider zu weit weg 😥 Aber will nächstes Jahr nach meinen Abschlussprüfungen dann nach Thailand! Dann musst du mich beraten 😀

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